Das Projekt

Im Rahmen einer Interviewreihe wurden 18 Wissenschaftler/-innen aus dem Bereich der Integrationspädagogik zu ihren Erfahrungen aus den vergangenen 40 Jahren befragt.

Zusätzlich zu den Interviews liegen von allen Befragten ein repräsentativer Artikel, eine ausführliche Literaturliste sowie eine von den Befragten getroffene Auswahl an eigenen Veröffentlichungen vor.

Hintergrund des Projekts war es, dass diese Generation von Forscher/-innen (und zugleich meist auch Hochschullehrer/-innen) innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums aus dem Dienst ausgeschieden sind. In einem Gespräch mit Jutta Schöler auf der Integrationsforschungstagung in Warthaweil 2012 entstand dann die Idee für dieses Interviewprojekt. Die Interviews und Texte geben einen Einblick in die Arbeit der Befragten und die Literaturlisten und -empfehlungen bieten Möglichkeiten zur Vertiefung.

Zielgruppe sind vor allem Studierenden und andere Interessierte, die sich mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen wollen. Die Interviews zeigen auf, dass der Gemeinsame Unterricht keine Entwicklung ist, die in den vergangenen Jahren durch die UN-Konvention übergestülpt wurde sondern, dass langjährige, umfangreiche Erfahrungen vorliegen, auf denen aufgebaut werden kann.

Im Sinne des OpenAccess-Gedankens wurde als Lizenz die Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz gewählt, so dass Lehrende die Texte und Interviews auch ohne Schwierigkeiten auf lokalen e-learning-Portalen einstellen können. Zum Wintersemester 2017/2018 werden alle Bestandteile auf dieser Webseite und bei pedocs.de veröffentlicht.

Durchgeführt wurde das Projekt von Prof. Dr. Frank J. Müller und tatkräftig unterstützt durch die Max-Traeger-Stiftung und die Universität Bremen. Ein besonderer Dank geht an alle Befragten. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an Ilona Hünger, Alena Knieriem, Andrea Baitz, Sylvester Keil (von anystyle.io), Claudia Edelblut-Schöne, Gisela Lau sowie Dr. Eva-Christina Müller.

Methodische Bemerkungen:
Es handelt sich um Leitfadeninterviews, die im Zeitraum von August 2014 bis November 2015 persönlich zumeist bei den Befragten vor Ort geführt wurden. Der Leitfaden wurden den Befragten im Vorfeld zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen wurden als Schriftdeutsch transkribiert und sprachlich geglättet. Anschließend wurden sie den Befragten zur Durchsicht zur Verfügung gestellt. Da es schwerpunktmäßig darum ging, die Arbeit der Befragten darzustellen wurden auch Ergänzungen oder Streichungen vorgenommen.

Einzige Ausnahme ist der Text von Hans Eberwein, der, aus gesundheitlichen Gründen, die Interviewfragen schriftlich beantwortete.